Winterbehandlung mit Oxalsäure im Schnee

Am 16. Dezember stand die Oxalsäurebehandlung an. Die ersten Minusgrade wurden schon vor mehr als 3 Wochen erreicht, das Wetter heute war um die 0° Grad und nächste Woche sollte es wieder wärmer werden. Daher entschied ich mich zusammen mit einer weiteren Imkerin die Oxalsäure heute durchzuführen.

Zunächst ging es an die Vorbereitung. Oxuvar 5,7% muss zunächst im Wasserbad auf ca. 35-37° Grad erhitzt werden und anschließend muss der Zucker 1:1 eingerührt und aufgelöst werden.
Anschließend sollte die warme Lösung auch warm und isoliert eingepackt werden, sodass diese auch noch warm auf die Bienen geträufelt werden kann und die Bienen keinen Kälteschock bekommen.

 

 

Bei starkem Schneefall ging es zu den Bienen. Da meine Beuten unten geschlossen sind und ich nicht wollte dass das Holz die Säure abbekommt, habe ich Pappkarton mitgenommen um diesen unten einzuschieben. Als erstes gingen wir zu meinem „Sorgenkind“. Ich habe den Schacht unten aufgemacht und eine Menge Totenfall gesehen und keine lebende Biene. Auf den toten Bienen lagen allerdings heruntergefallene Wachsreste. Ein gutes Zeichen? Anschließend habe ich den Deckel aufgemacht und musste einen großen dunklen Fleck auf dem Wachstuch feststellen. Ebenso war der Fleck auf der Deckelunterseite auf dem Dämmmaterial zu finden. Eine Maus hat es sich wohl, trotz Mäusegitter, auf diesem bequem gemacht. Eine Maus ist ja nicht dumm und kann das Dämmmaterial einfach durch das Gitter ziehen und sich warm einpacken. Hätte ich mal vorher drauf kommen können. Meine Deckelkonstruktion muss ich also etwas überdenken. Die dunklen Flecken kamen als wahrscheinlich von den Hinterlassenschaften der Maus.

Der erste Blick in die Wabengassen war auch schockierend: Keine lebende Biene zu sehen. Ich fing schon an die Waben auseinander zu ziehen da ich kein Leben sah. Aber dann warum auf einmal doch Bienen da, die sich ganz unten auf der Wabe getummelt haben. Mit einer Taschenlampe konnten wir dann doch 6 belegte Wabengassen feststellen. Ohne Taschenlampe hätte man die Bienen nicht gesehen. Man musste schon sehr genau hinein leuchten um zu sehen wo die Bienen sitzen.

Bei den anderen beiden Völkern hat man die Bienen dann etwas besser gesehen, da diese größer sind. Ich habe zwischen 30 und 35ml Oxalsäure geträufelt, da meine Völker ja noch keine richtigen Wirtschaftsvölker sind. Ob es gereicht hat, werde ich dann in den nächsten Tagen sehen.

Wenn es schneit würde ich alleine keine Behandlung mehr machen. Allerdings hatte ich ja gute Unterstützung und wir haben einen Schirm dabei gehabt, der den Schneeeinfall in die Beuten zum größten Teil verhindern konnte.

Die Fluglöcher waren nicht zugeschneit, allerdings ist viel Schnee in die Beute geflogen und hat sich da getürmt. Im nachhinein hätte man das Flugloch vielleicht noch etwas kleiner machen können, damit nicht noch mehr Schnee hinein gelangt.

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